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Wohnformen im Alter


Zivi hilft alter Frau 150x100.jpg Wohnformen im Alter - Zur Einführung

Wohnen im Alter - da denken die meisten an ein Pflegeheim, vielleicht auch an Betreutes Wohnen oder eine Alten-WG. Dabei lebten im Jahr 2000 nur 4 % der über 65-Jährigen in einem Heim und schätzungsweise 2 % im Betreuten Wohnen.

Die große öffentliche Aufmerksamkeit für die so genannten 'neuen Wohnformen' führt ebenfalls zu einer realitätsfernen Einschätzung ihrer Verbreitung, die in Deutschland Bereich von Promillebruchteilen liegt.

Normalwohnen Wohnzimmer 150x100.jpg Normales Wohnen

Die häufigste Wohnform im Alter spielt im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit - und leider auch in der Fachwelt - nur eine untergeordnete Rolle: Das Wohnen in einer ganz normalen Wohnung.

Über 90 % aller Menschen über 65 Jahre leben in ganz normalen Wohnungen und Wohnquartieren. Der allergrößte Teil von ihnen möchte diese Wohnform auch so lange wie möglich aufrecht erhalten.

Betreutes Wohnen 150x100.jpg Betreutes Wohnen

Das Betreute Wohnen ermöglicht es, selbständig in einer eigenen Wohnung zu leben und trotzdem bei Bedarf schnell Hilfe und Pflege zu erhalten. Zusätzlich zum Mietvertrag schließen die Bewohner einen Betreuungsvertrag ab, der ihnen für eine monatliche Pauschale bestimmte Betreuungsleistungen zusichert. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, gegen weitere Bezahlung sogenannte Wahlleistungen in Anspruch zu nehmen.

Gemeinschaftlich Wohnen 150x100.jpg Gemeinschaftliches Wohnen

Gemeinschaftliches Wohnen soll ältere Menschen vor der Fremdbestimmung im Heim wie vor der Vereinsamung in der eigenen Wohnung bewahren. In Deutschland werden alle Wohnformen „Gemeinschaftliches Wohnen im Alter“ genannt, in denen irgendeine Art des gemeinschaftlichen Zusammenleben mit Menschen höheren Alters praktiziert wird. Dies können Wohn- und Hausgemeinschaften, oder auch Nachbarschafts- und Siedlungsgemeinschaften sein.

Ambulante Wohngruppe 150x100.jpg Ambulant betreute Pflegewohngruppen

Die gemeinschaftlich organisierte Pflege und Betreuung von älteren, hilfe- oder pflegebedürftigen Menschen, die nicht aus eigener Kraft eine gemeinschaftliche Wohnform verwirklichen können, ist eine Errungenschaft engagierter Pflegedienste und Vereine der Altenhilfe. In Braunschweig, Bielefeld und Berlin entstanden Mitte der 1980er Jahre die ersten ambulant betreuten Wohngruppen für ältere Menschen mit unterschiedlichem Hilfebedarf.

Heimwohnen Flur 150x100.jpg Heim

Angesichts eingeschränkter Selbstbestimmung im Heim und Unsicherheit über die Qualität der Pflege sind viele ältere Menschen bemüht, eine Heimunterbringung so lange wie möglich zu vermeiden. Mit neuen Konzepten der Heimorganisation, wie den stationären Hausgemeinschaften, verknüpfen sich hohe Erwartungen auf eine individuelle Betreuung und eine weitgehend selbstbestimmte Lebensführung der Bewohner. Das Gros der Heimplätze (84 %) besteht aus Pflegeplätzen. In den letzten 10 Jahren ist eine Tendenz zur Abnahme von Alten- und Wohnheimen zu erkennen. Ihre Funktion wird zunehmend von Einrichtungen des Betreuten Wohnens übernommen.


Text und Fotos: Dr. Renate Narten, Hannover
Redaktion: Dr. Tobias Robischon

Ansprechpartner: Dr. Tobias Robischon

 
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Letzte Änderung: 30.06.2006