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Sozialräumliche Integration von Zuwanderern

Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland. Doch ist seine Integrationspraxis bislang nicht systematisch entwickelt und diskutiert worden. Indes steigt die Bedeutung des Integrationsraums Wohnung und Wohnumfeld umso mehr, als die bisherige Integrationsmaschine "Arbeitsmarkt" immer weniger zuverlässig funktioniert und die Bildungswege von Migranten zweiter oder dritter Generation deutlich schlechter verlaufen als die gleichaltriger Deutscher. Es droht eine Abwärtsspirale von Integrationsproblemen und Segregation.

Grund genug für die Schader-Stiftung, dieses wichtige und in Zukunft noch bedeutsamer werdende Thema in einem praxisnahen Projekt und durch die Bereitstellung von Informationen und Verweisen aufzugreifen und mitzugestalten.

Eine eigene Projekt-Website informiert über das Vorhaben, die Projektpartner, die teilnehmenden Großstädte, Veranstaltungen und Publikationen: www.zuwanderer-in-der-stadt.de


Integration ist nicht nur ein Großstadtthema. Kommunale Integrationspolitik gewinnt auch im ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung. Dies liegt zum einen an dem seit einigen Jahren intensiv geführten nationalen Diskurs, zum anderen aber auch an konkreten Problemlagen und vor allem der demografischen Entwicklung. Mit der Etablierung einer kommunalen Integrationspolitik und der Verankerung in den Verwaltungsstrukturen stehen kleine Städte und Gemeinden in der Regel noch am Anfang.


Die Schader-Stiftung widmet sich in zwei Projekten dezidiert der Frage der Integrationspotenziale kleiner Städte im ländlichen Raum um Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung der kommunalen Integrationspolitik zu gewinnen. Mit diesen Projekten will die Stiftung dem Wissensdefizit über die Situation der Zuwanderer und die Rahmenbedingungen für Integration in den ländlichen Regionen begegnen und für mehr öffentliche und politische Aufmerksamkeit werben.

zur Webseite Integrationspotenziale >>>


Forschungs-Praxis-Projekt "Integrationspotenziale ländlicher Regionen im Strukturwandel" (seit 2012)

Das Projekt ist ein Kooperationsvorhaben zwischen der Schader-Stiftung, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag und dem Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds, der Projektförderung des BAMF und des Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa und aus eigenen Mitteln der Schader-Stiftung finanziert. Die Koordination und Projektsteuerung liegen bei der Schader-Stiftung.

Das Projekt will die Kommunen für den Umgang mit Zuwanderung und kultureller Vielfalt befähigen bzw. vorhandene integrationspolitische Ansätze weiterentwickeln. In ausgewählten Kommunen und Landkreisen sollen deshalb beispielhaft Prozesse der interkulturellen Öffnung angestoßen, Modelle entwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit und Übertragbarkeit geprüft werden.
Es geht dabei insbesondere um die strukturelle Verbesserung der Integration von Migranten und Migrantinnen im ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich.


Forschungs-Praxis-Projekt
"Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen" (2009-2011)


Auch der ländliche Raum verzeichnet steigende Zahlen von Zuwanderern, insbesondere seit Spätaussiedler im großen Umfang zunächst in dortigen Wohn- und Übergangsheimen angesiedelt wurden und dann ihren Wohnsitz bevorzugt im Umfeld wählten. Dennoch bildet die Migration und Integration von Zuwanderern auf dem Land wie auch in Klein- und Mittelstädten des ländlichen Raums ein weitgehend unbeachtetes und unbearbeitetes Forschungs- und Handlungsfeld in Wissenschaft, Politik und Praxis.

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds und der Projektförderung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird seit 2009 das Forschungs-Praxis-Projekt "Integrationspotenziale in kleinen Städten und Landkreisen" unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration durchgeführt.
Die Schader-Stiftung ist Projektträger und -koordinator.

Ziel des Forschungs-Praxis-Projekts ist die Analyse der Bedingungen für Integration in den Kommunen des ländlich geprägten Raums und die Ermittlung der jeweiligen Potenziale für die Integration von Zuwanderern. Unter Einsatz diskursiver und aktivierender Elemente sollen die strukturellen Bedingungen für Integration verbessert, das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten gefördert und die Teilhabe der Zuwanderer am gesellschaftlichen und politischen Leben erhöht werden.

Das Verbundprojekt "Zuwanderer in der Stadt" (2004-2007)

"Zuwanderer in der Stadt" wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.
Auftrag des Projekts war es, die Forschung zum Thema der sozialräumlichen Integration von Zuwanderern zu systematisieren, zu ergänzen und neu zu positionieren, um anschließend in einem Netzwerk "Forschung und Praxis" für Kommunen und Wohnungswirtschaft differenzierte Ansätze der sozialräumlichen Integration von Zuwanderern in Deutschland zu entwickeln, umzusetzen und zu erproben. Die zentralen Fragen des Projekts waren: Wie gelingt die Integration von Zuwanderern in den Wohnquartieren vor Ort? Sind Stadtteile mit hohem Ausländeranteil ein Hindernis oder fördern sie vielleicht sogar das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen? Was können Wohnungsunternehmen und Kommunen tun, um zur sozialen und räumlichen Integration von Migranten beizutragen?
Für das Projekt wurde ein eigenständiger Internetauftritt konzipiert: www.zuwanderer-in-der-stadt.de




Ansprechpartnerin: Gudrun Kirchhoff


 
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Letzte Änderung: 30.08.2012