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Umzugswünsche und Umzugsmöglichkeiten älterer Menschen
Forschungs- und Dialogprojekt, 1993 bis 1997



Ausgangslage
  • Die in den Nachkriegsjahrzehnten errichteten öffentlich geförderten Wohnungsbestände sind in erster Linie für Familien gebaut worden; infolge des demographischen Wandels wurde bereits Mitte der 90er Jahre ein erheblicher Anteil dieser Wohnungen von älteren Ein- bzw. Zweipersonenhaushalten bewohnt.
  • Gleichzeitig hatten - zumal in den Ballungszentren - junge Familien trotz des Baubooms zu Beginn der 90er Jahre nach wie vor große Schwierigkeiten, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden.
  • Es herrschte noch die Überzeugung vor, "ein alter Baum dürfe nicht verpflanzt werden", doch empirisch fundierte Kenntnisse der Umzugswünsche und Umzugsmöglichkeiten älterer Menschen fehlten.
Forschungs- und Dialogprojekt "Umzugswünsche und Umzugsmöglichkeiten älterer Menschen"
In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bau- und Wohnungswesen beauftragte die Stiftung im Jahr 1993 eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft unter der Projektleitung von Prof. Dr. Rolf Heinze, Lehrstuhl für Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum:

Prof. Dr. Rolf. G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Soziologie
Dr. Volker Eichener, InWIS, Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung GmbH, Bochum
Prof. Dr. Gerhard Naegele, Institut für Gerontologie, Dortmund
Prof. Dr. Gert Wagner, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sozialpolitik
Dipl.-Ing. Hans-Peter Winter, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln

Das Projekt wurde begleitet und beraten von einem Lenkungsausschuß, in dem neben den Auftraggebern und Fachwissenschaftlern der Deutsche Städtetag und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mitwirkten.

Das Forschungsprojekt wurde als umfassender Diskussionsprozeß organisiert und von der Schader-Stiftung mit vielen Veröffentlichungen und Veranstaltungen begleitet. Mehr ...


Kernergebnisse
Die Ergebnisse des Projekts sind in Buchform veröffentlicht. Mehr ...

Auf einen kurzen Nenner gebracht, hat das Forschungsprojekt zu folgenden empirisch untermauerten Ergebnissen geführt:

  • Die Wahrscheinlichkeit, daß ein heute 55jähriger Mieter in den nächsten 20 Jahren in eine andere Wohnung umzieht, liegt bei deutlich über 50%. (Grafik Umzugswahrscheinlichkeit)
  • Ältere Menschen sind somit mobiler als bislang vermutet. (Diagramm mobile und umzugsbereite Haushalte).
  • Ihre Umzugsbereitschaft kann durch geeignete Wohnalternativen und begleitende Dienstleistungsangebote gefördert werden.
  • Die hierdurch frei werdenden preiswerten Bestandswohnungen können sozialpolitisch gezielt für Familien mit Kindern verfügbar gemacht werden.
  • Darüber hinaus hatten die Forscher ein Fördermodell entwickelt, das es der öffentlichen Hand und der Wohnungswirtschaft ermöglicht, mit insgesamt geringerem Finanzaufwand mehrere sozialpolitische Ziele gleichzeitig und effektiver zu erfüllen.
Dokumentation
Ansprechpartner: Dr. Tobias Robischon

 
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Letzte Änderung: 06.04.2004