zur Startseite gehen
zur Startseite gehen Kontakt aufnehmen Impressum anzeigen Übersicht aller Seiten zeigen druckbare Version anzeigen zum Bereich wohn:wandel zum Bereich gesellschaft+wandel zum Bereich schader-stiftung
Startseite > gesellschaft+wandel > Raum für soziale Experimente > Happy Go Lucky
Außerdem bewertete die Jury die Arbeit Happy Go Lucky von Simon Davis und Marleen Michaels von der BTU Cottbus positiv.

Aus der Beurteilung der Jury:
Keine 500 Meter von Berlin-Mitte entfernt stellt die Karl-Marx-Allee eine komplexe soziale Realität dar. Mit alt eingesessenen Einwohnern einerseits und einer neuen Bevölkerungsschicht andererseits, für die das Viertel sehr attraktiv ist, steckt in diesem Gebäudekomplex zu viel Potenzial, als dass man es auf ostalgische Clichés reduzieren könnte. Während an beiden Seiten der Karl-Marx-Allee eine markante Architektur mit klaren Konturen dominiert, ist die Rückseite dieser Gebäude jedoch unscharf definiert: Die Raumbezüge bleiben unklar, zusammenhängende Flächen werden unterbrochen und verlieren dadurch ihre Funktion als öffentliche Plätze.
Happy Go Lucky bietet Lösungen für eine städtebauliche Entwicklung an, die den Stadtteil Karl-Marx-Allee verbessern und für neue Bewohner öffnen sollen, ohne die alt eingesessenen Einwohner zu verdrängen. Durch Eingriffe in das Gebaute und durch eine Neuordnung der Zwischenräume strebt das Projekt eine neue Form des Zusammenlebens an, die zur Bildung eines gemeinsamen Identitätsbewusstseins unter den Bewohnern beitragen soll. Das architektonische Spiel zwischen Öffnungen und Eingrenzungen, zwischen privater, gemeinsamer und öffentlicher Nutzung beschreibt das Projekt anhand eines Systems, das auf den Unterschied zwischen "Gemeinschaft" und "Gesellschaft" basiert.
Die Jury fand, dass das Projekt Happy Go Lucky die komplexe Situation im Stadtteil Karl-Marx-Allee zutreffend beschreibt und analysiert und dass die vielen einzelnen infrastrukturellen Maßnahmen zur Gestaltung eines gemeinsamen Lebens plausibel dargestellt und innovativ sind. Auch die Gestaltung einer Nord-Süd Querachse zur Karl-Marx-Allee fand die Zustimmung der Jury.


 
© 2001 - 2010 Schader-Stiftung. Alle Rechte vorbehalten.
Letzte Änderung: 02.10.2008