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Diana Martin, Roman Polster, Danuta Ratka und Dieter Stepner von der Universität Kassel überzeugten mit der Arbeit Urbane Spielfelder in Cottbus

Aus der Beurteilung der Jury:
Das Projekt "Urbane Spielfelder" befasst sich mit einem 24 ha großen, innenstadtnahen, weithin brachliegenden Gebiet in Cottbus, das durch Baulücken, unzureichend genutzte Gebäude, Leerstände und vernachlässigte Freiräume negativ auf die Stadt ausstrahlt. Die VerfasserInnen haben richtig erkannt, dass angesichts der für Cottbus prognostizierten zukünftigen Einwohnerverluste in dieser Situation die traditionellen städtebaulichen Instrumente und Maßnahmen nicht mehr greifen. Deshalb schlagen sie einen flexiblen Ansatz vor, der bei niedrigem Kosten- und Planungsaufwand und ohne bauleitplanerische Festlegungen beide Möglichkeiten - weiteres Schrumpfen oder zukünftiges Wachsen - offen hält.

Das Gebiet wird in elf "Spielfelder" aufgeteilt, die durch Bauzäune abgegrenzt und kenntlich gemacht werden. Diese "Spielfelder" werden nicht bestimmten Interessenten oder Investoren angeboten, sondern der gesamten Stadtbürgerschaft mit ihren Gruppen, Vereinen, Verbänden, Institutionen und Initiativen. Dabei ist an temporäre oder dauernde Nutzungen jeglicher Art gedacht - Ausstellungen, Obdachlosennotunterkünfte, experimentelles Wohnen, Künstlerwerkstätten, Universitätsversuchsgelände, Camping, Sport, Kleingewerbe, Handel, Gastronomie u.a.m. Eine grobe Vorsortierung soll allzu gegensätzliche Nutzungen ausschließen.

Die "Spielfelder" beziehen die noch vorhandenen Bauten ein und erlauben Abriss oder neue Nutzung des Baubestands. Durch Anschluss der "Spielfelder" an das bestehende Straßennetz ist eine kostengünstige Versorgung möglich. Die Freiflächen zwischen den "Spielfeldern" werden durch 15 m breite "Baumpakete" gegliedert.

Insgesamt ist das Projekt eine interessante und gut durchdachte Alternative zur herkömmlichen Planungsmethode. Die Aussagen zur Freiraumplanung sind von hohem professionellen Niveau.


 
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Letzte Änderung: 02.10.2008